Wochenendtrip Dublin

Die irische Hauptstadt am Liffey ist immer eine Reise wert. Auf einem Wochenendtrip nach Dublin können Sie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und das bunte Nachtleben perfekt erkunden.

Anreise und Übernachtung

Für die Anreise nach Dublin empfiehlt sich der Flughafen etwas außerhalb der Stadt. Zahlreiche Direktflüge, auch von Billiganbietern, werden von verschiedenen deutschen Flughäfen aus angeboten. Der Preisrahmen bewegt sich dabei ab etwa 150 Euro für Hin- und Rückflug. Die Buslinie 700 fährt als Airport-Coach für 7 Euro vom Flughafen im Viertel- bis Halbstunden-Takt direkt ins Stadtzentrum.

Bei einem Wochenendtrip nach Dublin sollten Sie Ihre Unterkunft möglichst zentral wählen. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt liegen alle in bequemer Fußmarsch-Entfernung von der Fußgängerzone Grafton Street, zum Beispiel um den beschaulichen Park St Stephen’s Green. Besonders an verregneten Abenden ist es schwer, ein Taxi zu bekommen, dementsprechend bietet ein zentral gelegenes Hotel bei kurzen Wochenendreisen eine große Zeitersparnis. Die Preise variieren je nach Hotelstandard, Lage und Jahreszeit von etwa 60 Euro bis zu über 200 Euro pro Nacht. Einen Vorteil haben die irischen Hotels allerdings für Wochenendreisen: Für gewöhnlich ist in den Zimmerpreisen ein sogenanntes Full Irish Breakfast eingeschlossen, also eine warme Mahlzeit aus Baked Beans, Eiern, Speck, gebratenen Tomaten und Pilzen und Hash Browns. Das sättigt derart, dass Sie auf ein Mittagessen getrost verzichten können.

Blick auf das Zentrum von Dublin
Blick auf das Stadtzentrum von Dublin im Morgengrauen

Auch abgesehen vom Frühstück ist die irische Küche recht deftig. In den zahlreichen Pubs der Stadt bekommt man traditionellen Irish Stew, einen Eintopf aus Kartoffeln und Lamm, ebenso serviert wie Fish and Chips. Restaurants in Dublin sind recht teuer, für zwei Personen kommt man schnell über 50 Euro. In den Pubs dagegen gibt es bewährte Hausmannskost zu kleineren Preisen, wenn man keinen Wert auf Haute Cuisine legt.

Die besten Sehenswürdigkeiten in Dublin

Dublin hält für jeden Geschmack unzählige Sehenswürdigkeiten bereit. Auf einem Wochenendtrip kann man sie nicht alle erkunden, aber einige gehören doch unbedingt zum Dublin-Erlebnis dazu. Einen ersten Überblick können Sie sich bei einer Stadtrundfahrt im Doppeldecker-Bus verschaffen. Bei gutem Wetter besonders lustig: Eine Rundfahrt im Amphibienbus, wo ein Stück Fahrt auf dem Fluss Liffey einen einmaligen Blick auf die Stadt offenbart.

Guinness Storehouse

Einer der größten Touristen-Magneten Dublins ist das zum Erlebnis-Museum umgebaute Guinness Storehouse, wo die Geschichte sowohl der größten irischen Brauerei als auch der Stadt interessant miteinander verknüpft werden. Ein Besuch lohnt sich schon allein wegen des Rundumblicks von der Aussichtsplattform: Der Blick reicht von der Dubliner Altstadt bis weit über die sanften Hügel der Wicklow Mountains.

Old Jameson Distillery

Einen weiteren interessanten Ausflug in die irische Trinkkultur bietet die Old Jameson Distillery. Dort lernen Besucher alles über die Herstellung des traditionellen irischen Whiskeys und natürlich darf am Ende auch eine Verkostung nicht fehlen.

National Museum

Tiefer in die frühe irische Geschichte kann man auf einem Wochenendtrip nach Dublin im National Museum neben dem Trinity College einsteigen. Dort finden sich einmalige Funde aus der reichen Vergangenheit Irlands, von Moorleichen aus der Bronzezeit bis hin zu Wikinger-Schätzen. Weil das Museum staatlich ist, kostet es nicht einmal Eintritt. Besonders beeindruckend ist die Eingangshalle: Der Bau ist ein wahres Kleinod des irischen Neo-Klassizismus.

Kathedralen

Auch mit Sakralbauten kann die irische Hauptstadt aufwarten, und zwar gleich zwei beeindruckenden Gebäuden in Sichtweite voneinander. Einerseits die mächtige St Patrick’s Cathedral, die über dem Grab des irischen Nationalheiligen erbaut wurde, andererseits die etwas filigranere Christchurch Cathedral beinahe gegenüber.

Von diesen beiden Zentren der irischen Kirche aus ist die Stadtburg von Dublin, Dublin Castle, nur einen zehnminütigen Fußmarsch entfernt. Bei einer Besichtigung dieser Burg ist es spannend, in die Katakomben hinabzusteigen: Dort wurden vor kurzem Grundmauern der Befestigung freigelegt, die noch aus der Zeit stammen, als Dublin von Wikingern als Handelsstützpunkt gegründet wurde.

Dublin Castle - Blick zum Record Tower
Blick auf den Record Tower des Dublin Castle

Pub O’Donoghue’s

Wer seinen Wochenendtrip nach Dublin wegen der Liebe zur irischen Musik unternimmt, kommt am Pub O’Donoghue’s nicht vorbei. Wenige Minuten zu Fuß vom Ende der Grafton Street entfernt, hat sich die Gaststätte ihren ursprünglichen Charme mit nur wenigen Sitzplätzen bewahrt. Dort wird traditionell an der Bar stehend den Musikern gelauscht, die sich jeden Abend spontan im Pub treffen und zusammen frei nach Laune spielen. Nicht umsonst gilt das O’Donoghue’s als Geburtsort der Dubliners, der bekanntesten irischen Folk-Gruppe. Auch heute noch tauchen die überlebenden Mitglieder der Band ab und an dort auf und geben ihr Können zum Besten.

Besonderheiten der irischen Hauptstadt

Dublin zieht seine Besucher schnell in seinen Charme. Um die irische Kultur der Gastfreundschaft hautnah zu erleben, ist kein Wochenendtrip nach Dublin komplett, wenn nicht mindestens ein Abend im Stadtteil Temple Bar verbracht wurde. Dort reiht sich Pub an Pub, und an den Wochenenden gibt es in beinahe jeder Schänke traditionelle Musik zu hören. Dabei dürfen auch Besucher jederzeit mit einstimmen und völlig Fremde feiern ausgelassen miteinander.

Blick auf den Liffey

Aber Dublin kann auch nachdenklich stimmen: Das Denkmal für die Opfer der großen Hungersnot im 19. Jahrhundert erinnert auch an die zahlreichen Iren, die auf dem Weg in die irische Unabhängigkeit ihr Leben lassen mussten. Dieses Thema ist in der irischen Volksseele immer noch sehr präsent.

Als Tourist sollten Sie es weder anschneiden noch Diskussionen zum Thema Religion oder Nordirland beginnen, weil sonst die Emotionen schnell hochkochen könnten.

Der perfekte Zeitpunkt für einen Wochenendtrip nach Dublin

Der optimale Zeitpunkt für einen Wochenendtrip, um Dublin zu erkunden, hängt ganz von Ihren individuellen Vorlieben ab. In Irland herrscht ganzjährig ein mildes Klima, das heißt, es ist weder im Winter sehr kalt und schneereich, noch muss man im Sommer brütende Hitze befürchten. Allerdings sind die Winter sehr regnerisch und auch im Sommer muss Regenkleidung mit ins Gepäck.

Die irische Kultur in ihrer schönsten Form kann man in Dublin rund um den Nationalfeiertag St Patrick’s Day am 17.März erleben: Dann wird die ganze Stadt prächtig mit grünen Fahnen dekoriert und überall finden ausgelassene Feste mit viel traditioneller irischer Musik statt. Andererseits ist zu diesem Zeitpunkt auch Touristen-Hochsaison. Wer sich also lieber in aller Ruhe die Museen anschauen will, sollte zum Beispiel September oder Oktober in Erwägung ziehen.

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